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So wird die Zukunft Postcorona

15. September 2020 / Arbeitswelt 4.0

Wie Unternehmen jetzt die Chance zu einem Entwicklungssprung nutzen können

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Corona bescherte uns eine ungeheure, geradezu explosionsartige Entfaltung der Kreativität. In allen Bereichen. In Unternehmen, in Gemeinden, in Vereinen, im privaten Bereich. Viele Menschen blühten geradezu auf, schöpferisch und pragmatisch Lösungen und Wege zu finden, mit der neuen Situation umzugehen. Auch viele Unternehmen reagierten rasch mit der Umstellung ihrer Produktion oder mit Ideen und Initiativen, wie sie ihre Kunden, aber auch Einrichtungen oder Gemeinden in dieser kritischen Phase unterstützen konnten.

Corona hat gezeigt, dass wir agile, kooperative Kreativität können

Wir erlebten einen gewaltigen Entwicklungsschub der Digitalisierung, denn Videokonferenzen, Chat-Tools, Plattformen und Cloud-Lösungen wurden zur Normalität. Aber parallel dazu stiegen auch Innovationskraft und Kooperationsfähigkeit der Belegschaft signifikant an. Mitarbeiter entwickelten Ideen, wie Dienstleistungen und Produkte an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden können. Es wuchs die Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen, um mit vereinten Kräften die Krise zu meistern. Plötzlich konnte man abteilungsübergreifend denken, plötzlich war man flexibel genug, um als Team schnell zu Ergebnissen zu kommen. Und genau hier gilt es jetzt dranzubleiben – damit dieser Effekt nicht schleichend verpufft. Denn natürlich dreht sich nach wie vor alles um die Liquiditätsplanung. Das zieht Zeit und Energie auf der Führungsebene. Da kann es passieren, dass die neuen, positiven Verhaltensweisen der Mitarbeiter nicht genug am Leben erhalten und gefördert werden. Oder das man den Punkt verpasst, Strukturen so zu reformieren, dass die neuen Arbeitsweisen weiterhin gelebt werden können.

Es ist abhängig von den Führungskräften ihre Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben

Jeder gute Unternehmer weiß, Liquidität allein reicht nicht. Es braucht die Innovationskraft der Mitarbeiter, um dem disruptivem Wandel standhalten zu können. Und es braucht die Kooperationsfähigkeit der Mitarbeiter, um die Schwarmintelligenz des Teams auch nutzen zu können. Die nächsten Wochen und Monate werden über die Zukunftsfähigkeit vieler Unternehmen entscheiden. Und die hängt zu einem großen Teil davon ab, wie gut es den Führungskräften gelingt, das Unternehmen über die Faktoren Digitalität, Innovation und Kooperation in die nächste Entwicklungsstufe zu führen. Denn Zukunft kommt nicht einfach, Zukunft wird gemacht. Die Arbeitswelt nach Corona wird genauso, wie wir sie jetzt gestalten.

Digitalität, Innovation und Kooperation sind die Schubkräfte für Entwicklung in Unternehmen

Die Fragen, die sich Führungskräfte jetzt stellen müssen, sind: Gelingt es uns, Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit umzusetzen? Gelingt es uns, Produkte und Dienstleistungen auf neue Rahmenbedingungen zuzuschneiden? Gelingt es uns, Prozesse zu optimieren, sie schlanker und effizienter zu machen? Nutzen wir die Kreativität der Mitarbeiter auch für die Neuaufstellung der eigenen Organisation? Haben wir ausreichend Pilotprojekte, in denen neue Arbeitsweisen, Produkte oder digitale Tools getestet werden? In vielen Unternehmen wird die nächste Stufe der Innovation gerade durch die Einbindung von Nachhaltigkeit erreicht. Denn viele sind gezwungen, internationale Lieferketten neu zu überdenken. Da macht es Sinn, generell zu schauen, was noch mehr regional organisiert werden kann. Denn dann zahlt die Umstellung von Lieferanten nicht nur auf das Konto ‚mehr Unabhängigkeit‘ ein, sondern sorgt zusätzlich auch dafür, den Daseinszweck des Unternehmens und das Image als attraktiver Arbeitgeber zu steigern. Auch wirksame Klimaschutzlösungen oder ein Nachhaltigkeitszertifikat können dazu führen, die Innovationskraft zu steigern. Denn Innovation und Nachhaltigkeit gehören längst zusammen.

In Zukunft sind Arbeitgeber nur noch relevant, wenn sie nachhaltig wirtschaften

Unser Handeln wird wieder werteorientierter werden müssen. Je stärker der Klimawandel das tägliche Leben der Menschen betrifft, desto größer wird auch die Nachfrage der Mitarbeiter werden, welchen Beitrag das Unternehmen zum Schutz von Umwelt und Klima leistet. Und dieser Beitrag wird einer der Eckpfeiler dafür sein, wie sehr sich Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren und wie sehr motiviert sie sind. Es liegt also in der Hand der Führungskräfte, die Weichen jetzt so zu stellen, dass Mitarbeiter ihr Herzblut, ihre Kreativität und ihr volles Engagement einbringen.

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0 Kommentare / von Thomas Pütter
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