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Was bedeutet agiles Arbeiten in Unternehmen?

16. Januar 2020 / Arbeitswelt 4.0

Agilität zeigen, agil sein, agile Arbeit fördern – überall und ständig fliegt uns zur Zeit das Thema Agilität um die Ohren. Egal in welcher Branche, Unternehmen sollen agil sein. Denn sonst fährt der Zug Richtung Zukunft ohne sie ab. So zumindest lautet der Tenor, wenn es um das Thema Zukunftsfähigkeit geht.

Und ganz ehrlich? Es stimmt. Agilität wird zunehmend wichtiger, ist sie doch ein wesentlicher Faktor, der über den langfristigen Erfolg eines Betriebs entscheidet. Aber was steckt eigentlich wirklich dahinter? Und was bedeutet agiles Arbeiten überhaupt? Dieser Beitrag verrät es Ihnen.

Grafik mit Gorilla, der eine Krone trägt. Darauf steht: "Agiles Arbeiten?"

Wenn zwei sich streiten …

… dann freut sich in diesem Fall nicht der Dritte, sondern derjenige, der auf agiles Arbeiten setzt. Um die Frage „Was bedeutet agiles Arbeiten?“ zu klären, steht eine wichtige Unterscheidung zwischen den beiden Streithähnen der Gegenwart an erster Stelle. Im Ring stehen nämlich zwei Arbeitsmodelle, die gegensätzlicher nicht sein könnten: die New-Work-Bewegung und die traditionelle Organisationsstruktur.

„Nicht jede Tradition ist es wert, über Generationen hinweg gepflegt zu werden – im Gegenteil!“

Lassen Sie uns zunächst über die traditionelle Organisationsstruktur sprechen. Typisch hierfür sind starre Hierarchien mit einem Big Boss, der seine Hand über alles hält und am liebsten nur eine Person Entscheidungen treffen lässt: sich selbst. Als Silofürst stellt er den eigenen Erfolg über den aller anderen, setzt auf feste Gehaltsstrukturen sowie Präsenzpflicht und behält Informationen gerne für sich. Junge Mitarbeiter der neuen Generationen Y und Z sind ihm ein echter Dorn im Auge. Fragt man den Big Boss: „Was bedeutet agiles Arbeiten?“, so bekommt man sicher keine zufriedenstellende Antwort.

Achtung! Hier lauert das „Wir haben das immer schon so gemacht“-Problem

Kennen Sie den Lieblingssatz des Silofürsten? Er lautet: Das haben wir immer schon so gemacht! Falls Ihnen jetzt die Haare zu Berge stehen – kein Wunder. Sie haben nämlich recht. Das Festhalten an alten Traditionen und verstaubten Vorgehensweisen ist tatsächlich ein echtes Problem der traditionellen Organisationsstruktur. Veränderungen sind hier nicht gern gesehen. Da können auch die motiviertesten Mitarbeiter nichts dran ändern. Schlimmer noch, meistens verhalten sie sich genauso, wie es der Chef vorlebt, und hoffen so auf eine Anerkennung von oben. Und „Was bedeutet agiles Arbeiten?“ ist sicher keine Frage, die sie umtreibt.

„Die Zeiten, in denen man Fleißsternchen auf die Stirn geklebt bekommt, sind spätestens seit der Grundschule vorbei.“

Ganz anders sieht es bei der New-Work-Bewegung aus. Hier stehen flexibles Arbeiten, selbstbestimmte Gehälter und echtes Mitbestimmungsrecht an erster Stelle. New Work traut sich, radikal neue Wege zu gehen und eingefahrene Arbeitsstrukturen zu verändern – für zufriedene und hocheffektive Teams, die gemeinsam ganz im Sinne des Kunden arbeiten. Diese Eigenschaften sollten Sie sich unbedingt merken, wenn es um die Frage „Was bedeutet agiles Arbeiten?“ geht.

Willkommen bei New Work und agilem Arbeiten, willkommen in der Realität!

Fakt ist, die Welt verändert sich rapide und mit ihr die Wünsche und Anforderungen der Kunden. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie schneller und flexibler reagieren müssen. Die Voraussetzung dafür: agile Teams, die handlungsfähig sind und auch ohne Chef wichtige Entscheidungen treffen können. Was bedeutet agiles Arbeiten in diesem Zusammenhang? Es bedeutet, dass Teams sich je nach Challenge aus den verschiedensten Experten aller relevanten Unternehmensfunktionen zusammensetzen und temporär gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

„Agiles Arbeiten will Problemlöser, keine Abarbeiter.“

Was bedeutet agiles Arbeiten konkret?

Wer agil arbeitet, ist flexibel, proaktiv und intuitiv. Agile Teams bestehen aus bunt gemischten Experten, die alle auf ihre Weise den bestmöglichen Input für ein Projekt liefern. Sie setzen auf einen regen Austausch untereinander, bringen verschiedenste Perspektiven ein und nutzen den Vorteil des kollektiven Brainstormings (Stichwort moderne Schwarmintelligenz). Vernetzung und das Teilen von Wissen sind ebenso selbstverständlich wie die gegenseitige Unterstützung aller Teammitglieder. Mobbing und Konkurrenzgehabe? Die haben in einem agilen Team nichts zu suchen.

Hat ein Unternehmen die Frage „Was bedeutet agiles Arbeiten?“ beantwortet, geht es darum, die nötigen Voraussetzungen für Agilität zu schaffen. Hierfür ist es wichtig, Teamzonen zu schaffen, die mit moderner Tagungstechnik wie zum Beispiel Whiteboard-Wänden ausgestattet sind, damit die Teams auch agile Methoden anwenden können. Auch ausreichend Touchpoints, wie Coffee-Corners, Relax-Zonen oder Snack-Küchen sollten vorhanden sein. So laufen sich Teammitglieder auch zufällig über den Weg, können sich austauschen und in entspanntem Modus Ideen für das gemeinsame Projekt entwickeln. Für Kreativität und Innovationen ist das die reinste Quelle.

Agiles Arbeiten braucht den Wohlfühlfaktor

Hinzu kommt, dass Orte der Zusammenkunft das Wohlbefinden der Mitarbeiter und ihre Identifikation mit dem Unternehmen stärken. Das fördert ein gutes Arbeitsklima, was wiederum eine weitere Voraussetzung zur Beantwortung der Frage „Was bedeutet agiles Arbeiten?“ ist. Denn eine gute Stimmung im Betrieb wirkt sich maßgeblich darauf aus, wie gut agile Teams in der Praxis funktionieren. Kleiner Tipp am Rande: Je besser die Vibes, desto effektiver die Teamarbeit.

„Der Trend zum agilen Arbeiten ist mehr als eine Flower-Power-Hippie-Bewegung. Er ist die Basis für die Zukunft Ihres Unternehmens!“

Übrigens: Führungskräften kommt bei der Beantwortung der Frage „Was ist agiles Arbeiten?“ eine ganz wichtige Bedeutung zu. Sie müssen mit bestem Beispiel vorangehen. Das heißt, selbst flexibel zu sein, den Mitarbeitern viel Vertrauen entgegenzubringen und innere Stärke zu zeigen. Mit einer Veränderung kommt nämlich auch eine gewisse Phase der Instabilität. Denn Altes geht und Neues braucht Zeit, um sich zu festigen. Dabei entstehen zwangsläufig Unsicherheiten, die Führungskräfte aushalten müssen. Gleichzeitig sollten sie ihren Mitarbeitern ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.

Klingt nervenaufreibend? Ja, das kann es mitunter sein. Aber es lohnt sich. Denn wenn Sie das agile Arbeiten einmal in Ihrem Unternehmen etabliert haben, werden alle Teams effektiver arbeiten als je zuvor. Und Ihre Kunden werden es lieben – versprochen!

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0 Kommentare / von Thomas Pütter
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